Wo „Links“ drauf steht, ist nicht „Links“ drin

SPD und Grü­ne behaup­ten, sie wür­den lin­ke Poli­tik betrei­ben. Dabei sind sie für eine Ver­grö­ße­rung der Sche­re zwi­schen Arm und Reich, Auf­rüs­tung und Waf­fen­lie­fe­run­gen in Kriegs­ge­bie­te sowie anti­de­mo­kra­ti­sche Maß­nah­men ver­ant­wort­lich. Auch die Lin­ke ent­fernt sich immer wei­ter von den Grund­sät­zen lin­ker Poli­tik. Eine geschicht­li­che Betrach­tung zeigt, dass die Nach­fol­ge­ge­nera­tio­nen an Füh­rungs­po­li­ti­kern neu gegrün­de­ter lin­ker Par­tei­en kein Pro­blem damit haben, die kon­sti­tu­ie­ren­den poli­ti­schen Prin­zi­pi­en ihrer Orga­ni­sa­tio­nen zuguns­ten von Wäh­ler­stim­men über Bord zu werfen.

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„Ich hoffe, dass wir es alle gemeinsam schaffen, den Krieg abzuwenden“

Der AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Rai­ner Roth­fuß enga­giert sich seit Jah­ren für eine Ver­stän­di­gung mit Russ­land. An der Par­tei­spit­ze gibt es dazu Kon­tro­ver­sen. Im Inter­view mit Mul­ti­po­lar betont er, die über­wie­gen­de Mehr­heit der Par­tei – „auch im Wes­ten“ – sei dafür, den Kon­flikt mit Mos­kau zu ent­schär­fen und Russ­land „als Wirt­schafts­part­ner zurück­zu­ge­win­nen“. Roth­fuß äußert sich auch zum BSW sowie zu sei­nen Plä­nen in der Migrationspolitik.

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Die Auswirkungen hoher Energiekosten auf die Wählergunst

Die hohen Ener­gie­kos­ten auf­grund der geo­po­li­ti­schen Krie­ge in der Ukrai­ne und im Iran schrän­ken das Leben der weni­ger betuch­ten Deut­schen ein. Im rech­ten Wäh­ler­spek­trum las­sen sich damit die Abwan­de­rung von den Uni­ons­par­tei­en und der wach­sen­de Zuspruch für die AfD erklä­ren. Im lin­ken Spek­trum ist die­ser Trend nicht ein­deu­tig fest­stell­bar. Ins­be­son­de­re das BSW – die Par­tei mit dem höchs­ten Poten­zi­al, die bei­den Kon­flik­te zu dees­ka­lie­ren – liegt der­zeit in Umfra­gen deut­lich unter der Fünf-Prozent-Hürde.

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Hat Putin den Gashahn abgedreht?

Bis heu­te beto­nen Poli­ti­ker hier­zu­lan­de, der rus­si­sche Prä­si­dent habe 2022 ver­trag­lich ver­ein­bar­te Gas­lie­fe­run­gen ein­ge­stellt, um poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen in Deutsch­land zu beein­flus­sen. Stimmt das? Ein Faktencheck.

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Automatisiertes Töten

Sie erken­nen Men­schen auto­ma­tisch und grei­fen an, ohne dass jemand es befeh­len muss: KI-gesteu­er­te Kil­ler­droh­nen haben die Schlacht­fel­der in der Ukrai­ne erreicht. Düs­te­re Sci­ence-Fic­tion-Dys­to­pien wer­den Wirk­lich­keit, wäh­rend Ver­hand­lun­gen über einen inter­na­tio­na­len Kon­troll­ver­trag für auto­no­me Waf­fen­sys­te­me seit Jah­ren in zäher Kon­sens­su­che feststecken.

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„Operation Economic Outcast“ ist politisches Theater

Die bei­den US-Öko­no­men Richard Wolff und Micha­el Hud­son ent­lar­ven die neu­en Sekun­där­sank­tio­nen der US-Regie­rung gegen die Han­dels­part­ner des Iran als Ver­such, Prä­si­dent Donald Trump bis zu den Zwi­schen­wah­len im Novem­ber als „star­ken Mann“ erschei­nen zu las­sen. Die Dro­hung des Aus­schlus­ses aus dem Dol­lar­sys­tem wer­de die Abwen­dung vom Dol­lar und die Nut­zung des chi­ne­si­schen Zah­lungs­sys­tems CIPS vor­an­trei­ben und sei im Grun­de ein wirt­schaft­li­cher Selbst­mord der USA. Die Vor­aus­set­zun­gen zur Öff­nung der Stra­ße von Hor­mus, die der Iran nach dem Schei­tern des vor­läu­fi­gen Frie­dens­ab­kom­mens von der US-Regie­rung ver­langt, gehen indes weit über die ursprüng­li­chen For­de­run­gen hin­aus – wie der US-Poli­tik­wis­sen­schaft­ler John Mears­hei­mer erklärt. Letz­te­rer warnt daher vor dem Ein­satz tak­ti­scher Atomwaffen.

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US-Kongress verweigert Erhöhung des Militärhaushalts: USA stehen im Iran womöglich vor einer weiteren großen Niederlage

Stra­te­gi­sche Zie­le nicht erreicht, Welt­wirt­schaft auf­grund Sper­rung der Stra­ße von Hor­mus am Abgrund, Repu­bli­ka­nern droht Nie­der­la­ge bei den anste­hen­den Zwi­schen­wah­len. Nun wei­gert sich der US-Kon­gress trotz knap­per repu­bli­ka­ni­scher Mehr­heit auch noch, die von Trump gefor­der­te Erhö­hung der Mili­tär­aus­ga­ben auf 1,5 Bil­lio­nen Dol­lar zu bewil­li­gen. Die der­zei­ti­ge Ent­wick­lung im Kon­flikt zwi­schen den USA und dem Iran erin­nert an die kläg­li­che US-Nie­der­la­ge im Vietnamkrieg.

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Es gibt noch gute Nachrichten

Die staat­lich finan­zier­te „Ser­vice­stel­le Frie­dens­bil­dung Baden-Würt­tem­berg“, die Unter­richts­ma­te­ria­li­en für Schu­len bereit­stellt, hat nach einer Pres­se­an­fra­ge der Nach­Denk­Sei­ten die Ände­rung eines Doku­ments zum Kon­flikt im Iran ange­kün­digt. Dar­in sind wesent­li­che Infor­ma­tio­nen zu US-ame­ri­ka­ni­schen Inter­ven­tio­nen und zuge­hö­ri­gen völ­ker­recht­li­chen Ein­schät­zun­gen sowie ira­ni­sche Infor­ma­tio­nen zu Opfern von Pro­tes­ten weg­ge­las­sen wor­den. Nun will die Ser­vice­stel­le nachbessern.

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Der Kampf um Ressourcen dürfte erst am Anfang stehen

Trotz Eini­gung zwi­schen den USA und dem Iran könn­te die Erho­lung der Ölprei­se und der Ver­sor­gungs­la­ge noch Mona­te dau­ern. Das zei­gen Daten der US-Regie­rung. Bevor­ste­hen­de Mid­term-Wah­len in den USA waren höchst­wahr­schein­lich Aus­lö­ser für das Ein­len­ken Donald Trumps bei den Ver­hand­lun­gen mit der ira­ni­schen Regie­rung. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten könn­ten die Abhän­gig­keit Chi­nas von Ener­gie­im­por­ten wei­ter­hin nut­zen, um im Rin­gen um die Vor­macht­stel­lung in der Welt Vor­tei­le zu erzie­len. Eine erneu­te Eska­la­ti­on im Nahen Osten sowie die Kon­trol­le über süd­ame­ri­ka­ni­sche Ölex­por­te schei­nen vorprogrammiert.

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Der große Schwindel

Der­zeit stei­gen die Prei­se für Kunst­dün­ger und Lebens­mit­tel auf­grund des Krie­ges gegen den Iran welt­weit stark an. UN-Ver­tre­ter war­nen daher vor ver­mehrt auf­tre­ten­den Hun­ger­kri­sen. Bereits zwei­mal zuvor sind die Prei­se in den letz­ten 20 Jah­ren rapi­de ange­stie­gen – wäh­rend der Finanz­kri­se 2007/2008 sowie im Rah­men des Beginns des Krie­ges in der Ukrai­ne 2021/2022. Damals wie heu­te wur­den die Preis­sprün­ge bei Dün­gern mit einer Gemenge­la­ge von Fak­to­ren erklärt – von explo­die­ren­den Gas­prei­sen über man­geln­de Pro­duk­ti­on bis hin zu höhe­rem Fleisch­kon­sum in Schwel­len­län­dern. Eine Über­prü­fung die­ser Nar­ra­ti­ve för­dert jedoch Erstaun­li­ches zuta­ge. Die aus­schlag­ge­ben­den Ursa­chen waren immer die von den USA aus­ge­lös­ten oder mit­ver­ant­wor­te­ten glo­ba­len Kri­sen selbst.

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